Stellungnahme der DLRG Langenberg
zur Ratssitzung am 1. Oktober 2026
Nun, lieber Gemeinderat, ist es an der Zeit, Farbe zu bekennen. Soll es in Langenberg ein neues Schwimmbad geben?
Wir als DLRG-Ortsgruppe Langenberg sagen deutlich: Ja.
Natürlich: Für uns, unsere 560 Mitglieder, ist ein Schwimmbad die Existenzgrundlage. Wir nutzen das jetzige Lehrschwimmbecken zu rund 20 Übungs- und Ausbildungsstunden pro Woche und betreuen dabei mehr als 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Aber es geht nicht nur um die DLRG in Langenberg.
Es geht auch um die Möglichkeit, Kindern – oder generell Anfängern egal in welchem Alter – die Möglichkeit zu bieten, Schwimmen zu lernen. Eine wichtige Grundlage, die man nicht mal eben in der Grundschule erlernen kann. Eine wesentliche Fähigkeit, die wir Langenberger – wenn es in der Gemeinde einmal kein Bad mehr geben sollte – auch nicht ohne Weiteres in den Nachbarkommunen lernen können. Schon jetzt bringen viele Familien aus den Nachbarorten ihre Kinder zum Schwimmenlernen nach Langenberg zu den Kursen der DLRG; weil die Kapazitäten in Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Lippstadt, Wadersloh und darüber hinaus ausgereizt sind. Wo sollen wir Langenberger dann noch unterkommen?
Und es geht darum, die lebens- und liebenswerte Gemeinde attraktiv zu halten. Mit einem Schwimmangebot für alle Bürgerinnen und Bürger, für Familien und alle, die sich gern im Wasser sportlich betätigen möchten.
Uns als DLRG ist durchaus bewusst, dass es hier um eine Menge Geld geht, die die Gemeinde Jahr für Jahr zuschießen muss, um ein neues Schwimmbad möglich zu machen und am Laufen zu halten. Geld, das womöglich für andere Projekte fehlen wird. Die Ratsherren und -frauen müssen eine Entscheidung treffen, die sie auch guten Gewissens verantworten können.
Aber was ist die Alternative?
Falls sich der Gemeinderat entscheidet, auf das Bad zu verzichten und die vom Förderverein Langenbad angefragte Summe einzusparen, könnte er so zwar zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Damit nimmt er aber zugleich billigend den Verzicht auf einen wichtigen Standortfaktor für die Gemeinde Langenberg in Kauf.
Denn dass das Langenbad-Dreigestirn sein bürgerschaftliches Engagement bei einem Nein des Rates sofort einstellt, daran haben wir keinen Zweifel. Wenn es jetzt kein Bad gibt, wird es auch in Zukunft nie wieder eines geben. Diese Chance für Langenberg ist einmalig.
Wir sagen: Lieber eine weiterhin schwierige Haushaltslage hinnehmen, aber dafür ein Schwimmbad erhalten, das ein echter, ein dauerhafter Mehrwert für die Gemeinde ist. Die eindrucksvolle Mitgliederzahl des Fördervereins Langenbad (mehr als 1.100) ist ein deutliche Zeichen, dass sehr viele Menschen hinter dem Projekt stehen. Es wäre für viele Menschen eine wertvolle Bereicherung.
Seit mindestens der Kommunalwahl 2020 wird in Langenberg über ein neues Schwimmbad gesprochen, wurde das jetzige Lehrschwimmbecken als nicht mehr zukunftsfähig eingestuft. Genauso lange herrscht in unserer DLRG eine latente Unsicherheit, ob und wie es mit unserer Ortsgruppe langfristig weitergeht. Daher blicken wir mit Spannung auf die anstehende Ratssitzung am 1. Oktober und hoffen auf eine in die Zukunft gerichtete Entscheidung der verantwortlichen Ratsherren und -frauen.

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